Artikel in der Zeitschrift Öko-Test Ausgabe Dezember 2014

Nicole Bicher, Dipl.-Ing. Innenarchitektur, Bicher home & office www.bicher-home.de

 

Dynamik im Heimbüro

Arbeiten zuhause ist mindestens genauso anspruchsvoll wie in der Firma. Die Expertin Nicole Bicher erklärt, wie man den Arbeitsplatz möglichst gesund und optimal einrichtet.

Ganz gleich ob es nur ein paar E-Mails pro Tag sind oder ob der Vollzeitjob zuhause stattfindet, ein eigener Arbeitsplatz sollte dafür vorhanden sein. „Schon allein um sich dann gedanklich auch von der Arbeit trennen zu können ist das wichtig“, erklärt die Diplom-Ingenieurin für Innenarchitektur Nicole Bicher aus Marsberg im Sauerland. Sie plant für Unternehmen aber auch für Büromöbelhersteller professionelle Arbeitsumgebungen. Vieles, was bei der Gestaltung professioneller Arbeitsplätze grundlegend ist, lässt sich auch auf den Arbeitsplatz zuhause übertragen. Besonders wichtig ist die Lichtsituation. Nur wer bei gutem Licht arbeitet, arbeitet auch effektiv“, erklärt Nicole Bicher. Tageslicht ist am besten, es darf natürlich nicht blenden. Auch wer abends oder nachts am Computer arbeitet, sollte genügend Hintergrundbeleuchtung haben. Sonst fixiert sich das Auge nur auf den Bildschirm und wird schnell müde.

Der Arbeitsplatz selbst sollte den eigenen Vorlieben und dem Arbeitsstil entsprechen. „Manche brauchen die perfekte Ordnung, ein anderer arbeitet besser im kreativen Chaos“, weiß Expertin Bicher. Ablagefläche und Ordnungssysteme sind für jeden wichtig. „Eingehende Post oder Unterlagen sollte man nie direkt auf dem Schreibtisch ablegen, sonst wird das schnell unübersichtlich. Wenn ich dann erst mal meinen Arbeitsplatz aufräumen muss, bevor ich anfangen kann zu arbeiten, gewinnt der innere Schweinehund vielleicht doch öfter als mir das lieb ist. Besser ist eine feste Ablage, die dann bewusst abgearbeitet wird“.

Bewegung bewusst einplanen

Ein zentraler Aspekt ist die Bewegung am Arbeitsplatz, die aktiv initiiert werden sollte. Den Drucker oder auch ein Regal mit wichtigen Ordnern kann man so aufstellen, dass man gezwungen wird aufzustehen und sich zu bewegen. Das regt den Kreislauf an und verhindert fixe Dauerhaltungen. Auch ein guter Schreibtischstuhl, bei dem die Sitzfläche möglichst in alle Richtungen beweglich gelagert ist, unterstützt das aktive Sitzen und fördert die Rückenmuskulatur. „Die kosten natürlich einiges an Geld, aber das ist gut angelegt. Stattdessen kann man lieber beim Schreibtisch sparen. Da tut es am Anfang auch eine einfache Tischplatte auf Böcken“ empfiehlt Nicole Bicher. Eine weitere Alternative sind gebrauchte Profistühle, deren Sitzfläche man austauscht. Diese werden von Büromöbel-Verwertern angeboten und kosten oft nur einen Bruchteil der Neuware. Vorher sollte man sich vergewissern, ob und wo es Ersatzteile zu kaufen gibt. Wichtig ist auch genügend Fußraum. Wer unter dem Tisch vom Container über den PC bis hin zum Mülleimer den Platz zubaut, nimmt sich die Gelegenheit, auch mal andere Haltungen einzunehmen.

Das gilt auch für das Arbeiten im Stehen. In immer mehr Firmen gibt es höhenverstellbare Arbeitstische. Solche beweglichen Profi-Möbel sind allerdings sehr teuer. Für den privaten Bereich tut es auch ein höheres Regalbrett oder ein Stehpult, auf das man zum Beispiel den Laptop platzieren kann, erklärt die Expertin. Oder man steht zum Telefonieren ganz bewusst auf.

Einen positiven Effekt haben Pflanzen im Heimbüro. Sie heben die Luftfeuchtigkeit, dämpfen Schall und sind Anlass aufzustehen und sich für eine kreative Pause mit Blumengießen oder Blätter zupfen zu beschäftigen. Gleichzeitig machen sie den Arbeitsbereich wohnlicher. Sich seinen Arbeitsplatz nach eigenen Vorlieben einrichten zu können, ist ein großer Vorteil des Heimbüros. Dabei sollte man jedoch die Außenwirkung beachten. „Viele Menschen, die mit Videokonferenzen von zuhause aus arbeiten, achten nicht auf den Hintergrund vor dem sie zu sehen sind. Da macht ein unaufgeräumtes Regal oder eine nackte weiße Wand einen schlechten Eindruck. Besser ist ein nicht zu buntes Bild oder einfach eine Pflanze“, rät Fachfrau Nicole Bicher. Denn auch im Homeoffice gilt der Spruch „Du hast keine zweite Chance für den ersten Eindruck“.  

 

Text:

Lehmhuhl Presse und PR

Volker Lehmkuhl

Artikel in der Zeitschrift Facts

 

 

SEDUS SETZT AUF GRÜN

 

1. Für Sedus stehen die Aspekte der Nachhaltigkeit und Ökologie bei der Planung eines Büros der Zukunft an erster Stelle - und das bereits seit über 50 Jahren.

Unter Berücksichtigung von Image- und Vermarktungskriterien ist es für viele Unternehmen von zunehmender Bedeutung, ob sie ihre Immobilien nachhaltig gestalten.

 

2. Mobile Endgeräte werden uns in der Zukunft viele Möglichkeiten eröffnen und sollten somit in einem Büro der Zukunft unbedingt in all ihren Formen berücksichtigt werden.

 

3. Aus Unternehmersicht hat sich die Wertschätzung der Arbeitnehmer durch einen angemessenen Arbeitsplatz als Erfolgsfaktor erwiesen. Im ganzheitlich angelegten Konzept Place 2.5 begünstigt Sedus produktives Wohlfühlen am Arbeitsplatz durch die Berücksichtigung sinnlicher Aspekte, Interaktions- und Bewegungsmöglichkeiten.

 

Diese drei Punkte waren Grundlage der Planung, daraus entstand der Mikroorganismus Büro:

 

  • Verwendung natürlicher Materialien
  • Bewusste Raumbegrünung, belebende „Sauerstoff“-Oasen, mit Sichtschutznutzen und akustischen Vorteilen.
  • Weitere Akustikmaßnahme durch akustisch wirksame Bilder an den Wänden.
  • Ablageflächen werden kleiner, da die Wissensarbeit sich mehr und mehr in den virtuellen Raum verlagert.
  • Für jeden Mitarbeiter steht ein Mobilcontainer zur Verfügung. Grund ist die Annahme, dass zukünftig flexiblere Arbeitsformen entstehen werden. Die Mitarbeiter werden, unterstützt durch die zunehmende Telekooperation, nicht mehr jeden Tag im Büro verbringen, was die Zunahme von Desksharing begünstigen wird.
  • Für die Mitarbeiter stehen Teamwork-, Einzelarbeits- und Rückzugsbereiche bereit. Durch die elektrifizierbaren Mobilcontainer kann jeder den Ort nutzen, den er braucht. Durch einen monitor caddy kann auch die Videokonferenz dahin mitziehen wo sie abgehalten werden soll.

 

von dipl. ing. (fh) nicole bicher

 

 

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